Sollen wir unserem Kind zuliebe versuchen, zusammen wohnen zu bleiben?

Meine Frau und ich haben einen fünfjährigen Sohn. Nach sieben Jahren Beziehung verlässt sie mich nun für einen anderen Mann, aber dennoch hat sie sich seitdem als sehr sensibel im Umgang mit mir und weiterhin als zuverlässige Mutter gezeigt. Uns beiden liegt das Kindeswohl sehr am Herzen, und wir überlegen, unserem Sohn zuliebe zusammen wohnen zu bleiben. Kann das gut gehen?
Kolja, 27 Weiterlesen

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Wann kann ich endlich mit einem Mädchen schlafen?

Seitdem ich zehn bin, vielleicht sogar schon länger, hätte ich gern eine Freundin, seit mindestens drei Jahren würde ich gern mit einem Mädchen schlafen, meinetwegen auch mit einer Frau, aber ich habe noch nicht einmal geknutscht. In Filmen wird es immer als irgendwas Niedliches dargestellt, wenn Jungen in meinem Alter verliebt sind, aber mich reibt die Sehnsucht auf, mir geht es richtig schlecht dabei.
Jonathan, 15 Weiterlesen

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Warum ist mein Freund so wütend?

Mein Lebensgefährte und ich leben seit 3 Jahren zusammen. Alle paar Monate zieht er sich aus nichtigem Anlass zurück, er „straft“ mich dann mit Nichtachtung, denn ich hätte ihn angeblich nicht genügend respektiert. Kürzlich etwa war ich im Theater zu lange auf der Toilette. Auf der Arbeit ist er der Chef und seine beiden Schwestern haben erzählt, dass er von den Eltern immer vorgezogen wurde. Ein Gespräch darüber bekommen wir nicht hin.
Barbara, 51

Der Wille eines Kindes ist sein ganzes Universum. Was es will, geschieht, es kommt dem Kind vor, als müsse es nur wünschen, als sei es ein kleiner Gott, dessen Wort zur Welt wird.
Wenn nun der Wille nicht geschieht, kommt der große Zorn. Da kann eine angequetschte Banane sich anfühlen wie für einen Erwachsenen eine einem Unwetter zum Opfer gefallene Hochzeitsfeier.
Manche Menschen kommen aus dieser Phase nie ganz heraus.
Wie der Wind sich auf dem Meer dreht, so kann aus einem gerade noch zufriedenen Theaterbesucher eine Art menschliche Pavianhorde werden.
Ein Kind wird von seiner eigenen Wut regelrecht überwältigt, aber normalerweise lernt es, Frustrationen auszuhalten, lernt, dass angequetschte Bananen und vorenthaltene Spielzeuge nicht bedeuten, dass es weniger geliebt wird und schließlich kann es mit den kleinen Unvollkommenheiten des Lebens gelassen umgehen.
Wird das Kind jedoch verhätschelt oder vernachlässigt, wächst es zu einem Erwachsenen heran, der eine Landplage ist. Psychoanalytiker sprechen von narzisstischer Wut, ihr Freund ist ein Paradebeispiel dafür. Erst hat man ihm alles durchgehen lassen, dann wurde er Chef und jetzt überziehen Sie Ihren Toilettenbesuch.
Nun liegt das Problem auf der Hand: Jedes Ansprechen wird natürlich auch als Angriff auf das labile Selbstwertgefühl gewertet. Ein übliches Szenario wäre: Sie sagen, dass Sie ein Problem mit ihm haben, er antwortet: „Na, dann geh doch, ich bin sowieso nicht auf dich angewiesen.“ Die Reaktion auf eine Verletzung ist Entwertung des Angreifers.
Wichtig ist zunächst für Sie, dass Sie an sich nichts ändern müssen. Sie können nicht zum richtigen Zeitpunkt aufs Klo gehen. Der Zorn ist in ihm und hat im Grunde mit Ihnen wenig zu tun.
Da er nicht mehr ganz jung ist und in seinem bisherigen Leben gut mit dieser Art zurecht gekommen ist, sind die Aussichten auf Besserung nicht überragend gut. Zeigen Sie Ihre Verletztheit, versichern Sie ihn Ihrer Liebe – und gehen Sie, wenn es sich nicht bald bessert.

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